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Das von Deutschland initiierte Förderprogramm H2Global fokussiert sich auf die effiziente Förderung eines schnellen Markthochlaufs von grünem Wasserstoff und wasserstoffbasierenden Power-to-X-Produkten. H2Global garantiert den beteiligten Marktteilnehmern die besonders in der Anlaufphase erforderliche Investitionssicherheit. Ebenso sollen durch das Förderprogramm Wasserstoff-Lieferpartnerschaften mit jenen Ländern etabliert werden, welche sich durch kostengünstige Produktionsbedingungen für grünen Wasserstoff auszeichnen und dadurch langfristig die Versorgungssicherheit Deutschlands und der EU durch grüne Wasserstoff-Importe absichern können. Damit werden neben industrie- und energiepolitischen Aspekten auch geopolitische Themen beim Aufbau der zukünftigen globalen Wasserstoffwirtschaft abgedeckt.

Das Förderinstrument von H2Global beabsichtigt, Angebot und Nachfrage mit einem Doppelauktionsmechanismus zu kombinieren. Die Durchführung dieser Auktionen wird über einen Intermediär organisiert: die HINT.CO. Aufgabenschwerpunkt der HINT.CO ist es, einerseits mit Wasserstoff-Produzenten/-lieferanten langfristige Abnahmeverträge und, andererseits, mit Wasserstoff-Abnehmern kurzfristige Wiederverkaufsverträge abzuschließen. Den preislichen Unterschied zwischen Anbieter- und Nachfrageseite gleicht HINT.CO über einen „Contracts for Difference (CfD)“-ähnlichen Fördermechanismus aus. Dadurch sollen Investitionen für Erzeugungskapazitäten an grünem Wasserstoff im Ausland und optional auch in Deutschland angereizt sowie eine globale Liefer- und Wertschöpfungskette für grünen Wasserstoff etabliert werden. So können heutige und zukünftige grüne Wasserstoff-Bedarfe in Deutschland durch Importe versorgt sowie gleichzeitig die deutsche Wirtschaft durch einen Export von Energie- und Wasserstofferzeugungstechnologien gestärkt werden.

Die weitreichende Bedeutung von H2Global für Deutschland unterstrich der ehemalige deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmaier: „Unser Ziel ist es, einen schnellen Markthochlauf für grünen Wasserstoff und dessen Folgeprodukte zu fördern und dabei die langfristige Versorgung mit grünen Energieträgern in Deutschland zu sichern. Dies ermöglicht uns das marktwirtschaftlich getriebene Förderinstrument H2Global. Es ist ein herausragendes Beispiel für die Kopplung einer innovativen Industrie mit einer nachhaltigen Energiepolitik. Dabei leistet H2Global einen wichtigen Beitrag für einen wettbewerbsstarken und klimaneutralen Technologiestandort Deutschland.“

Diese Ansage wird auch durch den aktuellen deutschen Wirtschaftsminister Robert Habeck bestätigt: „Grüner Wasserstoff spielt eine zentrale Rolle für die Transformation unserer Wirtschaft. Wir werden zukünftig einen hohen Bedarf an grünem Wasserstoff haben und neben der Produktion in Deutschland auch Importe benötigen. Daher starten wir bereits jetzt den internationalen Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft und bauen über das Instrument H2Global langfristige Wertschöpfungs- und Lieferketten auf.“

Am 20. Dezember 2021 hat die EU-Kommission die Zuwendung von 900 Mio. Euro zur Förderung von Investitionen in die Erzeugung von grünem Wasserstoff in Drittländern für das H2Global Programm nach den EU-Beihilfevorschriften genehmigt.